Heute stimmte die AfD-Kreistagsfraktion gegen das Bildungsleitbild.

Dies ausdrücklich nicht, weil wir gegen Bildung sind. Nein, denn ein lebenslanges Lernen ist absolut wichtig und notwendig. Der Grund war schlicht, weil dieses Gesamtpaket an Maßnahmen einfach nicht in vernünftiger Qualität umzusetzen und zu kontrollieren ist.

Seit dem Jahr 2014 wird an diesem Leitbild gearbeitet – und heute fand dieses Leitbild mit der Mehrheit des Kreistages seinen Abschluss.
Was aber ist seit 2014 passiert? Konnten nicht viele dieser Maßnahmen bereits umgesetzt sein oder wartete man vielmehr auf dieses Leitbild? Ein Leitbild, welches, wenn man die Überschriften ersetzt, genauso in anderen Landkreisen hätte Verwendung finden können. Denn es ist einfach allgemein und umfassend so formuliert, dass es eben überall passt.

Ein richtiger Schritt ist der Maßnahmenkatalog. Dieser enthält aber eben Aufgaben, in denen es eben nur um Randgruppen geht. Dabei steht doch gerade im Leitbild: Bildung für alle!

Wenn sich hier vornehmlich um kleine Randgruppen gekümmert werden soll, wird damit die große Allgemeinheit der Bevölkerung benachteiligt! Dies werden wir jedoch nicht zulassen und in den Ausschüssen auf die Umsetzung achten. Schließlich gilt Bildung jeden etwas an!
 

Natürlich fand die Sitzung des Kreistages nicht in luftiger Höhe statt. Wir wollen damit nur darstellen, dass die Mitglieder der Kreistagsfraktion regional verwurzelt sind und aus ganz unterschiedlichen Orten unseres schönen Landkreises kommen. Regional ist erste Wahl – und kommunal aktiv sind wir sowieso! 


Auf ein Wort – von Maik Bialek (22. April)

Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) hat im Artikel vom 22. April nur die Befürworter und einen einzelnen Kritiker zu Worte kommen lassen. Ansonsten wurde vollmundig dem Bildungsleitbild zugestimmt. Man hätte auch bei uns nachlesen oder die genannten Ablehnungsgründe zitieren können – was aber eine Auseinandersetzung mit selbigen gefordert hätte. Stattdessen huldigt man lieber der CDU, die sich in den Jahren davor zum Bildungsleitbild auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte.

Wundert mich allerdings nicht, stellt sich doch die MZ in den Dienst der CDU, wie erst jüngst mit dem Artikel vom 19. April deutlich zu sehen war. Da hatte die AfD ja noch das Glück im letzten Absatz genannt zu werden – oder waren einfach nur noch einige Zeilen übrig? Andererseits: Vielleicht rechnet man in der Staatskanzlei nicht mehr damit, dass die CDU den Ministerpräsidenten stellt und deshalb versucht Christian Tylsch den Absprung?

Während Sven Paul (SPD und Landratskandidat) bereits seit zwei Wochen im Wahlkampf ist, hatte die MZ keinen großen Aufmacher für nötig erachtet. Über die bunten SPD-Plakate mag ich mich jetzt an dieser Stelle nicht weiter detaillierter auslassen, jedoch dürfte mit der Buntheit allgemein ein Niedergang einhergehen, was der über 150-jährigen Geschichte dieser Partei nicht gerecht wird. Jedoch sind die Führungskräfte dieser Partei auf Bundes- und Landesebene weit weg vom Wähler entfernt, so dass wir gern diese Wähler bei uns aufnehmen. Sozial, ohne Rot zu werden – geht auch mit der AfD! 

Im Übrigen möchte ich noch anmerken, dass Buntheit generell in den Parteifarben oder auf Plakaten das Auge irritiert – und der Wähler sich fragen dürfte, welche Partei hier eigentlich Werbung macht. Einfache und klar erkennbare, der Tradition bestimmende Plakatfarben sind schlicht und ergreifend der Wiedererkennungswert! Wenn die SPD so weiter macht, wird sie bei den Prozenten der bunten FDP folgen – die ja übrigens hier im Landkreis gerade einen Abflug gemacht hat (sofern diese Meldung den Tatsachen entspricht).

Da bleibt mir nur zum passenden Abschluss auf das Zitat von Mark Twain hinzuweisen: “Wenn du die Zeitung nicht liest, bist du uninformiert und wenn du sie liest bist du desinformiert.