Gedenken an die Bombennacht von Königsberg/Ostpreußen

Wie im letzten Jahr soll auch heute an die Bombardierung von Königsberg in der Nacht vom 26. zum 27. August 1944 durch die Royal Air Force (RAF) erinnert werden.

Mit über 5000 geschätzten Toten und ca. 200.000 obdachlosen Königsbergern diente dieser „Terrorgroßangriff“ der RAF auf die Infrastruktur als Blaupause für die Zerstörung Dresdens im Februar 1945. Im SPIEGEL Artikel vom 30.08.2014 gibt es dazu so einiges an Informationen, was heute wohl nicht mehr so publiziert werden würde. 

Sinnloses Leid war damit nicht nur im Feuersturm gegeben, auch danach wurde der Kampf um Ostpreußen durch die Junta um Erich Koch und seine vielen Helfershelfer in den Verwaltungen, Gewerkschaften und Kirchen fortgeführt. Das Militär musste sich dessen Gebaren anpassen und konnte erst viel später eine Evakuierung der Bevölkerung erreichen.

General Otto Lasch als Verteidiger der „Festung Königsberg“ hat es in seinem Buch „So fiel Königsberg“ (ISBN: 978-3-938176-19-1, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München) ausführlich beschrieben.

Henriette Piper schreibt über ihren Großvater Hugo Linck im Buch „Der letzte Pfarrer von Königsberg“ (ISBN: 978-3-89809-171-8, be.bra verlag GmbH) nicht nur über den Kirchenkampf in Ostpreußen, sondern allgemein über das Problem der Gleichschaltung der Kirchen im Dritten Reich. 

Und Vladimir Voronov hat in seinen zwei Bänden „Königsberg – Kaliningrad“ ausführlich Bilder aus längst vergangenen Tagen den heutigen gegenübergestellt. Erschreckend, was Kriege an Leid ausgelöst haben (und immer noch auslösen) und eine großartige Kultur daran zugrunde geht. Diese Bildbände sind übrigens nicht nur in Russisch verfasst, sondern auch mit deutschen sowie englischen Texten unterlegt (ISBN: 978-9955-488-46-0, 978-9955-488-70-5).

Bei Fragen zur Beschaffung der oben genannten Publikationen ist der Verfasser dieser Zeilen gern behilflich. Mehr über Königsberg bzw. den eigentlichen Osten Deutschlands gibt es nicht nur auf unserer Netzseite zu finden (siehe hier oder hier), sondern auch beim Preußen-Kurier mit den Ausgaben 2/2020 sowie 2/2022. Die zuletzt genannte Ausgabe sowie die Sonderausgabe 2021 über die ehemalige Reichsstraße 1 als europäische Handelsroute können beim Verfasser auch in der Printversion erworben werden.  

Zum Abschluss noch einige Aufnahmen aus Königsberg, Oktober 2010.

Maik Bialek, Vorstandsmitglied im KV Wittenberg

       

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