„Stromausfall in Oranienbaum: So trainiert der Landkreis Wittenberg für den Ernstfall“ – und was dazu noch zu sagen wäre …

Zum Abschluss des Jahres soll – insbesondere für die Leser der Netzseite – auf unseren Facebook-Post zum Thema „Stromausfall in Oranienbaum: So trainiert der Landkreis Wittenberg für den Ernstfall“ eingegangen werden; hier allerdings in einer Erweiterung.

So richtig und wichtig diese und viele weitere Übungen sind, muss auf den folgenden Sachverhalt hingewiesen werden: Wenn die immerhin 16 Jahre lang unter „Mutti“ staatstragende CDU es nicht versäumt hätte, Merkel nach ihrer einseitigen Atom-Wendung 2011 durch Fukushima zu entmachten, hätte Deutschland funktionierende Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke! In der Summe wäre auch nach dem Einmarsch in die Ukraine und der sich anschließenden (Gegen)Sanktionsspirale das Energieproblem in Deutschland nicht relevant gewesen.

Spätestens hätte es jedoch 2015 (Debatten in den Ausschüssen sowie im Bundestag sind nicht ansatzweise bekannt) einen Stopp des eigenen Weges von „Mutti“ aus dem Parlament geben müssen. Jedoch scheint man nicht nur ein Zitat von Anna Haag aus ihrem Tagebuch zu den letzten fünf Kriegsjahren „Denken ist heute überhaupt nicht mehr Mode“ im Bundestag verinnerlicht zu haben: „Ach ja! Das ist der deutsche Mensch. Er zeigt sich heute genau wieder so, wie er sich 1933 gezeigt hat: würdelos, charakterlos, unehrlich, unterwürfig, hündisch! Oder nennt man das … anpassungsfähig?„.

Ja, Vergleiche hinken. Jedoch sollte man sich vergegenwärtigen, was Politiker so noch nebenbei an ihren „Diäten“ in Aufsichtsräten & Co verdienen oder Maskendeals in ein Netz von Begünstigten eingesponnen haben – darunter nicht zuletzt Vertreter der Christsozialen! Und wer dem Eid entgegengesetzt wirkt, kann sehr wohl unter dem aufgeführten Zitat subsumiert werden.

Anna Haag (1888-1982) war nicht nur Schriftstellerin und Journalistin, sondern auch eine SPD-Politikerin, die im ersten baden-württembergischen Landtag sich maßgeblich für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz eingesetzt hatte. Es würde nicht nur den CDU-Politikern (auch anderen von der SPD oder der FDP) im Bundestag, in den Landtagen sowie in den kommunalen Gremien gut zu Gesicht stehen, wenn Sie sich die Zeilen des Tagebuches annehmen würden – und ihr Handeln bzw. Nicht-Handeln hinterfragen!

Zitat aus dem Facebook-Post der Kreisverwaltung: „Ein voller Erfolg war die Übung der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Wittenberg am Mittwoch. In einem fiktiven Szenario mit einem geplanten Stromausfall in Oranienbaum-Wörlitz konnten wir zusammen mit dem Bürgermeister Maik Strömer, den Freiwilligen Feuerwehrkräften des Dekontaminationszuges und den Kräften des Fachdienstes Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes üben, wie wir eine Turnhalle innerhalb kürzester Zeit zu einer Wärmeinsel machen. Innerhalb einer Stunde war die Halle bei -5 Grad Celsius Außentemperatur bezugsfertig. Am Vormittag hatten die Fachleute im Krisenstab mit Beratern von Paul Gerhardt Stift und Energieversorgern in drei Workshops das Szenario gedanklich vorbereitet. Landrat Christian Tylsch dankte allen Einsatzkräften für die hohe Professionalität und die gute Arbeit.“

Sich nun hinzustellen und als CDU-Bürgermeister von Oranienbaum-Wörlitz sowie als CDU-Landrat die Einsatzkräfte zu loben (die hier dennoch eine klasse Arbeit geleistet haben, was ja nicht unerwähnt bleiben soll), ist einfach nur grotesk! Innerhalb von einer Stunde hat man also die Turnhalle in eine Wärmehalle umgerüstet – schön, aber für wie viel Bürger reicht die aus? Oder sitzen vielleicht im Ernstfall eher der Bürgermeister und die Stadtverwaltung in der Wärmehalle?

Hätte alles nicht sein gemusst, wenn die Vertreter der CDU in Bund, Land und Kommune ihrem Mandat des Souveräns (also dem Volke!) nachgegangen und gegen die einseitige Deindustrialisierung Deutschlands durch Merkel vorgegangen wären (was zwar in Einzelfällen passiert ist, jedoch nimmer mehr ausgereicht hätte). Die „blöde Hammelherde erträumt sich unter ihrer Führung eine fette Weide“ – so nochmals ein Zitat von Anna Haag. Heutzutage durchaus mit den üppigen „Diäten“ im Bundestag als auch in den Landtagen sowie weiteren Ansprüchen aus des Steuerzahlers Geldsäckel vergleichbar. So aber übt man sich im „besten Deutschland aller Zeiten“ mit gestückelter Krisenvorsorge („Brownout“) und lässt sich von der Presse beklatschen – die ihren Anspruch als „vierte Gewalt“ schon längst in den Orkus der (freiwilligen) Gleichschaltung entsorgt hat.

Ein Restbestand an Patrioten gibt es zumindest noch im Kreistag von Bautzen – und das ist gut so! Im Wittenberger Kreistag sucht man die einstigen Werte der CDU jedoch vergebens, denn dort sind mehrheitlich Opportunisten am Werke, denen dieses schöne Land nicht mehr viel zu bedeuten scheint. Hand heben und mitmachen für fast alles, was von Partei bzw. Fraktion kommt. Den Wittenberger Kreistagsabgeordneten sei weiterhin noch das Buch von Josef Kraus (Gymnasiallehrer, Schulpsychologe, Oberstudiendirektor und dreißig Jahre lang ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes), empfohlen. Josef Kraus beschreibt es mit der passenden Überschrift: „Der deutsche Untertan – Vom Denken entwöhnt„.

Allerdings scheint auch die Mehrheit der Bürger nicht im Stande zu sein, sich von der deutschen Propaganda in Funk, Fernsehen, Print und Netz zu lösen. Heinrich Heine hatte es bereits zu Text gebracht (was heute wieder seine berechtigte Anwendung findet): „Untertanentreue ist ein so schönes Gefühl! Und es ist ein so wahrhaft deutsches Gefühl!

Thomas Mann brachte es in seiner „Rede an die Deutschen“ zu Weihnachten 1940 auf den Punkt: „Euer Gehorsam ist grenzenlos, und er wird von Tag zu Tag unverzeihlicher.

Die heutige CDU ist jedoch nicht Teil der Lösung, sie (war) und ist das Problem! Deshalb gibt es die AfD! Wir werden uns auch nicht von scheinheiligen Razzien einer Rollator-Gang und einer ANTIFA-Innenministerin beeindrucken lassen! Wir werden kämpfen mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln! So wahr uns Gott helfe, Amen! 

Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen.“ – Arthur Schopenhauer; wozu gehören Sie?

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