Am 27. Januar 2024 fand auf dem Wittenberger Markt eine aufwendig vorbereitete Teufelsaustreibung statt.

Der Veranstalter: die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt. Das Motto: „KLARE KANTE GEGEN RECHTS – UNSERE STIMME FÜR MENSCHLICHKEIT UND GEGEN HASS“; dem Anlaß angemessen in Großbuchstaben.

Die Botschaft: Selbsternannte Demokraten diskreditieren legitime politische Ansichten als unmenschlich und von Haß geprägt und erklären sie zum Ziel ihres Klare-Kante-gegen-Rechts-Feldzuges. Von Extremismus ist nicht die Rede. Undemokratischer, haßerfüllter und intoleranter geht es nicht. Eine kirchliche Einrichtung probt an historischem Ort den Rückfall in die Inquisition des Mittelalters.

Werbung für das Trauerspiel macht die Lutherstadt Wittenberg auf der Titelseite des Amtsblattes „Die Neue Brücke“ vom 24. Januar 2024 mit dem Demo-Aufruf der Evangelischen Akademie. Die gebotene politische Neutralität einer Verwaltung ist so sicher nicht gemeint.

Den Anstoß für die inszenierten Herdenproteste gaben die „Enthüllungen“ der „unabhängigen“, unlauteren, von Staatsknete abhängigen „Faktenchecker“- Horde Corrrectiv über eine AfD-Geheimkonferenz in Potsdam. Immerhin im November vergangenen Jahres. Der Wahrheitsgehalt der mit Stasi-Methoden durchgeführten „Recherche“ war von vornherein mehr als zweifelhaft, wurde aber mit medialer Gewalt zur unerschütterlichen Wahrheit stilisiert. Die „demokratische Zivilgesellschaft“, auch die in Wittenberg, nahm den herbeiphantasierten Faschismus-Popanz als willkommenen Anlaß für ihren Gegen-Rechts-Furor. Gemeint ist natürlich nicht irgendein nebulöses Rechts, sondern die verhaßte Schwefelpartei.

Und die ist ja wirklich eine Gefahr, wenn man an kommende Wahlen denkt. Da sind dann, denkt sich der Demokrat, Stasi-Methoden eben demokratisch.
Peinlich für Markus Schuliers, der seine „szenische Lesung“ auf die Correctiv-Lügen aufbaute. Ebenso peinlich für Bürgermeister André Seidig, der in seiner Rede frohlockte, die Correctiv-„Enthüllungen“ über das Potsdamer Geheimtreffen rechtsextremer Netzwerke hätten die Menschen wachgerüttelt.
Lügen, die ein Wittenberger Bürgermeister als Wahrheit verkauft, rütteln die Menschen wach. Danke, Herr Seidig! Da haben Sie die in Ihrer Rede erwähnte „staatsbürgerliche Pflicht“ wirklich ernst genommen.

Ein kleiner Auszug auf der Haßdemo angetretener Klare-Kante-Rambos: die Evangelische Akademie, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, der Landrat, der Bürgermeister und die Antifa. Es ist bedenklich, wenn die Linksextremisten das Denkmal des Reformators Melanchthon als Lagerplatz nutzen und die veranstaltenden Evangelischen Akademiker schweigen.

Der Antifa sollte das kämpferische „Hier ist kein Platz für Extremisten!“ des Akademiedirektors Christoph Maier wohl nicht gelten. „Demokraten“ unter sich. Schließlich gibt es guten und schlechten Extremismus. Der Spuk ist erst einmal vorbei. Fragen bleiben: Wie vereinbart die Evangelische Akademie die Durchführung solcher auf Lüge fußenden und auf Spaltung ausgerichteten Veranstaltungen mit ihren Aufgaben laut Satzung?

Der Dienst der Evangelischen Akademie ist Teil des Auftrages der Kirche, das Evangelium in dieser Zeit zu bezeugen. Die Evangelische Akademie wendet sich in der Wahrnehmung dieses Auftrages an Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche, die sich darauf einlassen, persönliche, kirchliche und gesellschaftliche Fragen im Licht des Evangeliums zu betrachten. Sie gibt durch ihre Arbeit Anregungen für Zeugnis und Dienst der Gemeinden.“

Bezeugt wurde auf dem Marktplatz ein neues Evangelium, in dem Gott nicht vorkommt: Klare Kante gegen Rechts! Die Frage, ob die Akademie dem christlichen Glauben dient oder vom Teufel besessen ist, läßt sich leicht beantworten.

Auf der Internetseite der Akademie ist ein nach dem Trauerspiel verfaßter Beitrag des Studienleiters Paul F. Martin zu finden: https://ev-akademie-wittenberg.de/diskurs/danke-antifa/

Die Überschrift: „Danke Antifa – Ein Statement“:

Er behauptet in flachsinnigem Gender-Unsprech, „ … Ein breites Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Akteur*innen und Privatpersonen kam zusammen, um laut und deutlich Nein zu sagen gegen die rechten Umtriebe und Vertreibungs- und Machtphantasien in Deutschland.

Kam zusammen? Einfach so? Es ist anders: Eine Herde gutgläubiger Schafe wurde mit Hilfe von Lügen und kruden linken Phantasien auf den Marktplatz gelockt. Veranstalter: die dem Zeugnis des Evangeliums verpflichtete Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt.

Da er schon einmal beim Behaupten ist, unterstellt der Studienleiter „ …dass diese Partei im Nachgang eine Drohkulisse aufbaut und Menschen auf ihrer Homepage markiert, die sich deutlich gegen Faschismus positionieren.“ Eine Lüge. Die AfD hat in einem Beitrag auf ihrer Internetseite die Quellenangabe veröffentlicht: https://ev-akademie-wittenberg.de/klare-kante-gegen-rechts/

Schließlich bedankt er sich überschwänglich: „Danke Antifa.” Und: “Ich bin Antifa.” Antifa – diese Bezeichnung steht für Antifaschismus. Unter diesem Namen sammelt sich das breite Bündnis aller, die sich den Faschist*innen in den Weg stellen.“ So schnell geht das. Alle sind Antifa; der Ministerpräsident, die Akademie, der Landrat, der Bürgermeister und alle herdenwarmen Zivilgesellschafter. Aber die werden ja nicht alle mit Gullydeckeln schmeißen und AfD-Politiker krankenhausreif prügeln. Danke, Antifa.

Zum Schluß eine echt Freudsche Fehlleistung des Studienleiters. Was seiner Meinung nach „ …passieren wird, wenn wir nicht Nein sagen,…“, erläutert er an dem Gedicht „Dann gibt es nur eins“ von Wolfgang Borchert (auszugsweises Zitat):

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!

Hier der Link zum Gedicht: https://ev-akademie-wittenberg.de/diskurs/gegenwartslyrik-x/

Wir wissen was Herr Martin meint. Aber er möge bedenken, dass solche Zeilen in dieser Zeit als Warnung vor den rotgrüngelben Kriegstreibern der Chaosampel gelesen werden müssen.
Aber die sind ja auch Antifa.