Ein Streifzug durch Wittenberg, nicht nur aus dem aktuellen Jahr. Während am 12. September die Eröffnungsveranstaltung des offenen Denkmals in Wittenberg gefeiert wird, bleibt auch hier noch genug zu tun.

 

Am Beispiel des Zentralen Besucherempfangs mit dem Stadthaus hat sich natürlich schon viel getan, wie man an den früheren Bildern durchaus feststellen kann. Ob jedoch eine Betonarchitektur in Bunkeroptik ein Anschlussbauwerk besser repräsentiert als vielleicht eine ebenbürtige Fassade, bleibt dem Betrachter überlassen.  

     

An einem zweiten Beispiel ist eine Aufarbeitung der denkmalgeschützen Bauten im Boden bzw. nun im Keller vom Arsenal bisher nicht geglückt. Seit dem Jahr 2011 versucht die Stadt Wittenberg die Kelleranlage vom Drucker der Lutherbibel – Hans Luft – im Parkhaus vom Arsenal in die Förderung aufzunehmen. Weder haben das Land ein nennenswertes Interesse gezeigt, noch der Betreiber/Eigentümer vom Einkaufszentrum (obwohl entsprechende Vereinbarungen vorhanden sein sollten, wenn nicht sogar Bedingungen im Kaufvertrag waren).

    

Anstatt also diese Fläche unter Glas zu legen, auszuleuchten und Informationstafeln aufzustellen und damit ein echtes Kulturerlebnis zu schaffen, wird nur mit dem Slogan “Welt-Kultur-Shopping” geworden – Weltkultur ist aber eben nicht nur Luther! Es bedarf hier endlich einer würdigen Darstellung, anstatt dieses historische Bauwerk hinter Mauern bzw. den heutigen Aluflächen zu verbergen. Selbst wenn sich vor kurzem Sepp Müller (MdB) eingeschalten hatte und der Bund nun Mittel bereitstellen wird, bleibt in der “Kleinsten Großstadt der Welt” immer noch genügend zu tun.

 

Weitere Gebäude, Flächen und Tafeln finden sich zu genüge in der Wittenberger Altstadt, aber natürlich nicht nur dort. Als alter (und neuer) Industriestandort gibt es im Umfeld noch genügend Bauten, die einen finanzkräftigen Investor brauchen könnten, denn Denkmalschutz kostet Millionen!

   

  

Es liegt an den anderen Parteien im Wittenberger Stadtrat mit unseren Anträgen mitzustimmen oder eben weiter der eigenen Ideologie zu folgen. Die AfD-Stadtratsfraktion Wittenberg wird dies recht genau im Blick behalten und auch der AfD-Kreisverband, namentlich der Verfasser dieser Zeilen.    

Maik Bialek, Vorstandsmitglied KV Wittenberg

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