Zur Informationsveranstaltung Windenergie in Schmerz – ein Kommentar von Steffen Kühn*

Am letzten Sonnabend fand von 9 bis 12 Uhr in Schmerz eine Informationsveranstaltung bzgl. Windenergie in der Planungsgemeinschaft Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg statt. Leider erst der Anfang!

Mit Bekanntgabe der regionalen Planungsgemeinschaft zur Ausweisung von Windvorranggebieten wurde das Aufstellungsverfahren gemäß § 9 Abs. 1 ROG (Raumordnungsgesetz) i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 2 Landesentwicklungsgesetz Sachsen-Anhalt eingeleitet. Es beinhaltet das Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land bis 2027 bzw. 2032.

Hierbei wurden bisher 0,99 % der Flächen als Windvorranggebiete ausgewiesen, was noch nicht einmal der Hälfte der geplanten 2,2 % der avisierten Flächen bis 2032 entspricht. Was leider genau so viel heißt, dass dieses Vorhaben, Windkraftanlagen im Bereich Gröbern-Schmerz zu bauen, erst der Anfang von großen Windenergiegebieten in den Bereichen Muldenstausee, Gräfenhainichen, Zschornewitz und der Dübener Heide sein wird (denn auch die Dübener Heide wurde im sachlichen Teilplan der Nutzung zur Windenergie ausgewiesen).

Zschornewitz und Schmerz wären somit nur der Anfang, da wir momentan noch weit unter den 0,99 % liegen. Mit dem von der Bundesnetzagentur ausgegebenen Ziel der Flächennutzung von 2,2 % für die Windenergie der abgewählten Ampelregierung werden wir unsere Heimat und unsere Region so bald nicht mehr wieder erkennen.

Die von RWE, dem Verein FBG Heideland w.V. und der Gemeine Muldestausee ausgegebenen Informationen sollten bei dieser Veranstaltung die Bürger für die Windkraftprojekte begeistern, wie an den verschiedenen Schautafeln sowie bereits an der Einladung zu erkennen war. Lokale Wertschöpfung sowie Artenschutz in zwei Informationstafeln sollten wohl für Zustimmung sorgen – was für eine Farce! Artenschutz bei Insekten, Vögeln und anderen Tieren in Bezug zu Windkraftanlagen schließen sich bekanntlich schon länger aus, was jedoch kaum bei den Genehmigungen Beachtung findet. Um die Umwelt von Mensch und Tier geht es bei Windkraft schon lange nicht mehr – die Ideologie ist wichtiger (allerdings soll auch der Profit für die Waldbesitzer nicht verschwiegen werden).

All das sind nun halt die Auswirkungen der Energiewende und der Altparteien (einschließlich der CDU, die Änderungen im Waldgesetz im Landtag von Sachsen-Anhalt für die grüne Energiewende mit möglich gemacht hat). Es sind die zarten Anfänge einer sich nach und nach zerstörenden Kulturlandschaft – jedoch hat es der Wähler so gewollt!

Wer dies ändern möchte, kann neben der Vereinsgründung als auch zur Landtagswahl im nächsten Jahr seine Stimme der AfD geben – wir stehen an der Seite der Bürger, der Heimat und für unser Land!

Steffen Kühn, Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion von Gräfenhainichen und Kreisrat


In Ergänzung noch ein Kommentar von Steffen Eiling zu dieser Veranstaltung vom 14. März: Auf konkrete Fragen konnten die anwesenden „Experten“ von RWE nur sehr schwammig antworten. Zum Teil haarsträubend. Auf die Frage zu einem Recycling der Rotorblätter gab es (kein Witz!) folgende Antwort: Die werden wieder eingeschmolzen und daraus entstehen dann Materialien für die Innenraumausstattung von Pkw.

Verbundwerkstoffe aus CFK / GFK und u. a. Balsaholz werden „eingeschmolzen“. Aha, dachte ich mir, wieder was gelernt. Auf die weitere Frage, in welcher Firma das gemacht wird, gab es dann keine Antwort. Das wusste der „Experte“ nämlich nicht. Anbei nur mal ein aktueller Artikel zu dem Thema Recycling von Rotorblättern vom Fraunhofer Institut.

Steffen Eiling, AfD-Stadtrat von Gräfenhainichen

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