Freiheitskampf vor dem Stadtwohnzimmer

Am 21.03.2026 verwandelte sich ein kleiner Teil des Wittenberger Marktplatzes in einen Treffpunkt

selbsternannter Demokraten. Sie hatten sich, angeführt vom Bündnis „Wittenberg Weltoffen“, unter dem Motto „Freiheit braucht Haltung“ vor dem sogenannten Stadtwohnzimmer versammelt. Mit der Kundgebung und der anschließenden Demonstration wollten die „Demokraten“ ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den „Rechtsruck“ zur Schau stellen. Dass dieser nur in ihrer Phantasie existiert und die Veranstaltung damit von vornherein obsolet war, entspricht nicht ihrem Bild der Wirklichkeit. Der Begriff dafür: kollektive Amnesie. Über 200 dieser realitätsblinden Freiheitskämpfer sollen vor Ort gewesen sein. Quelle der Zahl ist die MZ vom 23.03.2026 („Gegen den Rechtsruck“, S. 7) . Wer das Häuflein gesehen hat sollte eher von weniger ausgehen.

Außer den  Parteien des „demokratischen Spektrums“ (Die Linke, SPD, Grüne) waren auch Aktivist*innen der Antifa zugegen. Sie hielten sich samt Fahne in trauter Nähe zum Propagandafahrzeug der Partei Die Linke auf. Wer solche demokratisch gesinnten Mitstreiter hat, muss den „Rechtsruck“ nicht fürchten.

Was das inhaltliche Niveau des Treffens angeht, lieferten die mitgeführten Schilder erste Anhaltspunkte: Ein erwachsener junger Mann trug eine Pappe mit der Signalstift-Aufschrift „Rechts ist doof“. Naja. Im Vergleich dazu erreichte eine weitere Pappe mit dem Motto „Alternative von Demokratie ist Diktatur“ ein recht hohes Niveau.

Pappkarton-Niveau kennzeichnete auch die Redebeiträge, die mit den üblichen linksgrünen Hetz- und Lügenfloskeln garniert waren. Beatrice Lindhorst (Grüne) behauptete -emotional über-schwappend, wie grüne Mädels eben so sind-, Nazis versuchten, in Sachsen-Anhalt die Macht zu übernehmen. Kein Wort von Achtung vor demokratischen Wahlen. Stattdessen Hass und dumm-dreiste Lügen. Starke Zivilgesellschaft, Verbotsverfahren; wie gesagt, Pappkarton-Losungsniveau:

flach und ohne Inhalt. Antonia Kaloff (Die Linke) meinte, Sachsen-Anhalt widerstehe dem Rechts-ruck. Der Höhepunkt ihrer Tirade war die unglaubliche Behauptung, die heutigen Migranten seien das, was im Dritten Reich die Juden waren.

Von vielen Realitätsverweigerern wurde diese Ungeheuerlichkeit wohl nicht bemerkt oder gleich-gültig überhört. Was hatte Genossin Kaloff wohl im Sinn: Wollte sie suggerieren, den Juden im Dritten Reich sei es ähnlich gut wie den Migranten heute gegangen? Oder die heutigen Migranten würden in Lagern interniert und ermordet? Auch hier Lüge und Verschweigen: kein Wort über muslimische Jugendbanden, die gewissenhaft getrennt nach Männern und Frauen „Juden ins Gas“

brüllen, israelische Fahnen verbrennen und schon mal einen Kippaträger zusammenschlagen. Übrigens eifrig assistiert von Genossin Kaloffs linken Gesinnungsgenossen. Was immer sie bezweckte: Sie hat den Holocaust öffentlich relativiert und verharmlost. Ihr widerlicher „Ausrutscher“ fällt damit unter § 130 (3) StGB. Folgerichtig wurde Anzeige erstattet.

 

Nach ihren pseudodemokratischen Muskelspielen lockerten sich die Aufrechten grölend auf einer Demorunde um und durch die Innenstadt, um danach am gleichen Ort noch wenige „Redeinhalte“ zu genießen. Niveau siehe oben.

 

Der dümmliche Slogan „alerta-alerta-anti-fascista“ ertönte diesmal nicht. Es waren zuwenige Antifanten vor Ort.

Die Aufputschveranstaltung für die Demo fand bereits am 18. März 2026 statt. Wo? Überraschung: im „Stadtwohnzimmer“.

Veranstalter war -ebenso überraschend- das Bündnis „Wittenberg Weltoffen“ in Kooperation mit der grünen Heinrich-Böll-Stiftung und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Der „Politikwissenschaftler und Aktivist“ Arne Semsrott stellte sein Buch „Machübernahme – Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren. Eine Anleitung zum Widerstand“ vor. Inhaltlich handelt es sich um gefährlichen linksextremen Unfug. Schon der Titel suggeriert, die AfD könnte die Macht „über-nehmen“. Damit sollen den Lesern Parallelen zur „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten

eingeredet werden. Die zahlreich anwesenden linksinfizierten Traumtänzer mochten dem Scharlatan Semsrott glauben. Die Verachtung gegenüber einem großen Teil der deutschen Wähler vermochten sie nicht zu erkennen. Die „Anleitung zum Widerstand“ sieht u.a. so aus: Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes bilden Netzwerke, um die Weisungen einer „rechtsextremen“ Landes- oder Bundesregierung zu unterlaufen. Natürlich nur, wenn diese Weisungen grundgesetzwidrig sind. Aber das sind sie ja bei solchen Regierungen sowieso. Genug zum Buch. Es gab auch kritische Wormeldungen weniger Klardenker im Wohnzimmer. Ich beanstandete, dass es mehr mit Spaltung als mit Demokratie zu tun hat, wenn man sich selbst zum Demokraten ernennt, um andere als Ziel des Hasses zu definieren. Stichwort: „Was können wir Demokraten tun, um die AfD nieder-zuhalten?“ Ich würde deshalb auch an keiner Demokratiedemo teilnehmen Die Antwort des tapferen „Aktivisten“ auf meinen Einwurf war der so bemerkenswerte wie kluge Ausruf: „Die AfD ist eine völkisch-nationalistische Partei!“. Begeisterter Beifall aus dem roten Wohnzimmernebel. Danach forderte ein „Wittenberg Weltoffen“-Vertreter weinerlich, solche AfD-Mitglieder und Sympathisanten sollten sich doch lieber nicht zu Wort melden oder am besten gar nicht erst kommen. So geschehen im Stadtwohnzimmer, dem Ort der Begegnung und der Toleranz.

Zu guter Letzt: Es ist lobenswert, dass an beiden Hetzveranstaltungen kein Vertreter der Stadt oder des Landkreises in öffentlicher Funktion teilgenommen hat. Offensichtlich hat die Kritik hinsichtlich der Teilnahme an vorherigen Veranstaltungen Wirkung gezeigt.

„Klare Kante gegen Rechts“ darf sich nie wiederholen.

 

Helmut Poenicke

Nachbemerkung: Auf der „Wittenberg Weltoffen“-Netzseite ist zu lesen, der Einladung zur Demo seien Hunderte Wittenberger und Gäste gefolgt.

Fazit: Das Lügen und das Übertreiben

lassen Linke niemals bleiben.

 

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