Im „Großen Vaterländischen Kampf gegen Rechtsextremismus und Faschismus“ ist es der linken Einheitsfront im Stadtrat Wittenberg am 28.10.20 nach heldenhafter Abstimmung gelungen, einen rechtsradikalen Gedenktafel-Antrag abzuwehren.

Der AfD-Antrag, der die unverschämte Forderung enthielt, eine 10×15 cm große Gedenkplatte, mit der volksverhetzenden Inschrift: „Marcus Hempel *7.September 1987 +29.September 2017“ einbauen zu dürfen, konnte mit überwältigender und weltoffener Mehrheit erfolgreich abgeschmettert werden.

Alle Kosten hätten auf egoistische Art und Weise die Hinterbliebenen des ersten Opfers migrantischer Gewalt in unserer Stadt übernehmen wollen.
Für die Dreistigkeit, an eines der 64 Todesopfer der letzten 7 Jahre durch Asylanten in S.-Anhalt erinnern zu wollen, verschwendeten die demokratischsten unter den demokratischen Fraktionen selbstverständlich keine Sekunde Redezeit.

Der größte Abweichler begründete seine überaus mutige Enthaltung bei der Abstimmung mit der „Vandalismusgefahr“ für die Tafel. Diese Logik impliziert allerdings, daß das Arsenal nicht gebaut oder jetzt zumindest abgebaut werden müßte, weil man dort erschlagen werden könnte.

Für die gestrige aufopferungsvolle Ablehnungs-Schlacht sollten alle linken Räte dem Bundespräsidenten zur Verleihung des „Bundesverdienstkreuzes für zivilgesellschaftliche Courage und Buntheit“ vorgeschlagen werden.