Einige Mitglieder des Kreisverbandes Wittenberg hatten sich zum Jahreswechsel entschlossen, diesen in Thorn (Westpreußen) zu verbringen, anstatt hinter Absperrgittern sich die Böller um die Ohren fliegen zu lassen. Über diese kurze, aber dennoch aufschlussreiche Reise soll hier informiert werden.

Nach einem regnerischen Start führte uns der geplante Weg über die gut ausgebaute Autobahn bis nach Posen, um dann nordwärts ins Kulmer Land zu fahren – nach Thorn, im heutigen Polen. Gegründet im Jahre 1231 von den Rittern des deutschen Ordens lässt sich der Name der Stadt von der in Palästina aufgegebenen Kreuzritterfestung Torun ableiten, was dann womöglich auch den Ausschlag gab, durch die polnische Verwaltung den Stadtnamen anzupassen.

  

Nicht nur bis in die Nacht hinein konnten man unbehelligt die Straßen erkunden, ohne Bedenken wie in der Bunten Republik Deutschland zu haben. Hier lässt sich die polnische Regierung noch nicht von der EUdSSR in ihre nationale Eigenständigkeit hineinregieren. In den Bildern zu sehen sind der Rathausplatz mit dem Altstädtischen Rathaus, das Theater und die große Strohkrippe vor der Evangelischen Kirche. In Deutschland würde solche wertvolle Krippe mit den großen Figuren, in Stroh eingebettet, wohl nicht lange ohne Sachbeschädigung auskommen. Was bei Nacht bereits zu erahnen war, bestätigte sich bei Tageslicht des darauffolgenden Tages.

  

Weder an den Sitzgelegenheiten direkt am Ufer der Weichsel, noch in den Straßen der Altstadt konnte man Müll oder Zigarettenkippen finden. Im Vergleich zum Wittenberger Schwanenteich oder den Straßen und Plätzen der „kleinsten Großstadt der Welt“ für uns jedenfalls eine Besonderheit. Der Müll wird zudem in der Altstadt unterirdisch bis zur Entsorgung eingelagert! Nur die Anwohner haben Zugriff, so dass im Vergleich die Wittenberger Tonnenparade in der Altstadt an bestimmten Tagen wie aus dem Mittelalter stammen könnte. Für die öffentlichen Bereiche, wie z.B. dem Marktplatz, sind ebenfalls unterirdische Müllcontainer vorgehalten, die dann allerdings jeder nutzen kann.

  

Eine wunderschöne, gut erhaltene und sanierte Altstadt, die zudem gleich mit vier Kirchen aufwarten kann, schließt sich diesem sauberen und ordentlichen Eindruck an. Zudem gab es noch lecker Essen und einige andere schöne Aussichten … die sich weder durch Kopftücher oder andere islamische Bekleidungsstücke verhüllen mussten! Willkommen im freien Polen!

  

Man ist sich des deutschen Erbes in Polen durchaus bewusst, auch wenn die polnische Regierung das anders sieht und Deutschland, je nach Laune, wegen angeblich noch offenen Kriegsreparationen vor den Kadi zerren möchte. Das Gebäude der ehem. Außenstelle der Reichsbank ist ebenso noch vorhanden, wie das Gefängnis, was noch tatsächlich nach einem solchen aussieht, im Gegensatz zu den deutschen „Verwahranstalten“.
In Wittenberg könnte man sich auch außerhalb der Geschichte Luthers bemüßigen, siehe die immer noch fehlende Tafel an der Friedhofsmauer. Dieses Thema ist natürlich zu militaristisch, in Polen sieht man das anders. Hier wird neben dem berühmtesten Sohn der Stadt, Nikolaus Kopernikus, auch anderer Ereignisse gedacht. Dazu hängt an allen öffentlichen, wie auch an vielen privaten Gebäuden, die Nationalflagge von Polen. Man mache dies in unseren Gegenden und außerhalb vom Fußball …

   

Ebenfalls ist es in Thorn möglich, Parkgebühren mit neuster Technik bezahlen zu können, als bei den Uraltautomaten in Wittenberg, die noch nicht mal wechseln können. Parkausweise für Anwohner sind auch vorhanden und werden im Auto sichtbar hinterlegt. Gab es auch mal in Wittenberg bis 2016, dann folgte das berühmte Jahr um Kasse zu machen, was heutzutage leider nicht anders ist – denn die Kasse ist ja bekanntlich immer noch leer, was allerdings andere Gründe hat …

  

Auch zum Jahreswechsel ging es in Thorn ruhig und ohne die bekannten deutschen Probleme zu. Einige Beispiele des Satzes: „Wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.“ kann man unter diesem Link finden: https://dieunbestechlichen.com/2019/01/die-silvester-bilanz-in-diesen-staedten-wurde-geschossen-vergewaltigt-und-gemessert/.

Es gab in Thorn weder Böller noch Raketen, die auf Passanten oder Ordnungsbehörden gefeuert wurden, noch gab es offensichtliche Alkoholleichen. Es wurde gemeinsam das neue Jahr mit einem Feuerwerk gefeiert, Eisbahn und einer deutsch-polnischen Polonaise inklusive. Allerdings wurden auch die vielen offenen Kirchen besucht, denn die Hirten der katholischen und evangelischen Kirche halten noch etwas von der eigenen Bevölkerung und der Geschichte, im Gegensatz zu „Promillla Käsemann“ oder dem „roten Heinrich“.

 

Fazit:
Eine tolle Reise zum Jahreswechsel, die wir gern auch zu einer anderen Jahreszeit wiederholen werden, denn man fühlte sich nicht nur sicher, sondern war auch sicher!
Vielen Dank sei auch an das Hotel für das wunderbare Abendmenü gerichtet sowie an unsere kleine Reisegesellschaft. Wir werden gerne wiederkommen.

*Zum Vergrößern der Bilder einfach darauf klicken!

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