Nachdem einige Tage zuvor ein sehr großes Polizeiaufgebot zum Reformationstag in Wittenberg vorhanden war, erfolgte nun am 06. November für den ungarischen Ministerpräsidenten etwas weniger vom Steueraufgebot in Blau.

Der Besuch sollte nach den zuerst vorliegenden Informationen um 14.00 Uhr in der Schlosskirche beginnen, um dann im Lutherhaus ab 16.00 Uhr fortgesetzt zu werden. Einige Bürger waren bereits zu diesen Zeiten vor Ort und mussten sich noch etwas länger gedulden. Erst kurz vor 18.00 Uhr traf Herr Orbán am Lutherhaus ein, empfangen von Bürgern mit Dankesrufen und selbst erstellten Schildern auf Ungarisch.

War es vielleicht durch die in der Presse bekannt gegebenen Zeiten beabsichtigt, dass sich nur wenige Bürger einfinden sollten, um dem „Rechtspopulisten“ keinen Applaus zu liefern? Hat wohl nicht ganz geklappt, dank der Vernetzung verschiedenster Gruppen untereinander.

Der Wittenberger OB (gerne immer mit dem Etikett “parteilos“ versehen) glänzte jedenfalls durch sicher beabsichtigte Abwesenheit, wie auch Vertreter der Kreisspitze. Verwunderlich ist das natürlich nicht. Anstatt sich für Rechtsstaatlichkeit einzusetzen, wird lieber gebrochenes Recht von Berlin auch in den Wittenberger Amtsstuben umgesetzt. Dass gerade die SPD mit einem Fahrrad vor dem Lutherhaus plakativ „Präsenz“ zeigte und Rechtsstaatlichkeit sowie andere lustige Interpretationen nach SPD Manier von Orbán einforderte, wundert uns nicht. Der Absturz bei den Wahlen hat wohl noch nicht gereicht?

Vielleicht sollte sich Herr Lietz mit den Schwestern und Brüdern vom Bündnis zur Abnahme der Judensau mit einer Kippa auf dem Weg durch die Straßen von Berlin-Kreuzberg machen. Da werden diese Damen und Herren dann vielleicht feststellen können, aus welcher Gruppe der Antisemitismus kommt. Von Deutschen oder Ungarn wohl eher nicht.

Herr Orbán steht genauso für Europa wie auch die Alternative für Deutschland. Man lese dazu ab der Seite 32 aus unserem Grundsatzprogramm. Wir treten für ein Europa der Vaterländer ein, so wie es von 1957 bis 1993 in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) möglich war. Die SPD jedoch setzt gern Europa gleich mit der Europäischen Union. Diesen Brüsseler Zentralismus wollen weder wir, noch Orbán.

Herrn Lietz empfehlen wir einen Blick ganz aktuell in die westliche Richtung, nach Frankreich. Dort ist man gar nicht gut auf den Zentralstaat zu sprechen. Paris hat 2015 eine Gebietsreform durchgeführt, die die traditionsreiche Region Elsass mit den Regionen Lothringen und Champagne-Ardenne zur Region Grand Est (Großer Osten) zusammengeführt hat, entgegen massiven Protesten der Bürger. Ein Gebiet, mit dem sich das Volk nicht mehr identifizieren kann, hat kaum eine Chance akzeptiert zu werden.

Aber soweit brauchen wir gar nicht gehen, bleiben wir doch einfach in Deutschland, mit Blick auf den Osten. Hier hat die rot-rote Landesregierung von Brandenburg seit einigen Jahren versucht, eine neue Kreisgebietsreform über die Köpfe der Bürger, Landräte und Bürgermeister hinweg durchzuziehen. Wer die Presse verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass Potsdam diese Reform abgeblasen hat. Aber nicht, weil des Bürgers Wille zählt, sondern um haushohe Verluste für die Doppelroten bei dann anstehenden Neuwahlen zu vermeiden.

Anstatt sich also der Diskussion mit den Bürgern vor Ort zu stellen, wird lieber medienwirksam ein Artikel in der Presse lanciert, um die Wertevorstellungen der SPD mittels eines Plakates näher zu bringen. Eine tolle Leistung mit recht eigenwilligen Wortspielen!

Wir vom AfD Kreisverband Wittenberg waren immerhin vor Ort und haben das Gespräch auch mit denen gesucht, die Herrn Orbán eher negativ gegenüber stehen.

Unser Dank gilt den Bürgern und natürlich Viktor Orbán für den Besuch in Wittenberg.

Köszönöm

 

https://www.mz-web.de/wittenberg/viktor-orban-in-wittenberg-gut-bewachter-privatbesuch-28779374

https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/kommentar-zum-besuch-orb%C3%A1ns-das-stopp-signal-von-wittenberg-28774338